Insel aus Feuer und Eis:
Hallo liebe Reisefreunde! Hast du jemals davon geträumt, in eine Welt einzutauchen, die so surreal wirkt, dass sie von einem anderen Planeten stammen könnte? Genau so fühlte ich mich, als meine Reise in München startete. Mit voller Vorfreude ging es im Flieger Richtung Norden nach Keflavík.
Nach der Landung wurden wir herzlich von unserem Reiseleiter empfangen und in unser Hotel im lebendigen Reykjavík gebracht. Die erste Nacht in der nördlichsten Hauptstadt der Welt ist immer etwas Besonderes – man spürt förmlich die Energie, die unter der Erde schlummert.
Tag 1: Geschichte trifft Naturgewalten – Der Golden Circle
Unser Abenteuer startete mit einer Fahrt durch das beeindruckende Hochtemperaturgebiet Nesjavellir. Unser Ziel: Thingvellir (Þingvellir). Dies ist nicht nur geologisch spannend, weil hier die Kontinentalplatten auseinanderdriften, sondern auch historisch tief verwurzelt. Im Jahr 930 wurde hier das erste demokratische Parlament ausgerufen. Stell dir vor: Genau dort, wo wir standen, wurden früher Gesetze beschlossen und Gericht gehalten!
Weiter ging es zum Gullfoss, dem „goldenen Wasserfall“. Wenn die Gischt in der Sonne glänzt, weißt du, woher er seinen Namen hat. Nur einen Katzensprung entfernt wartete der Strokkur im Geysirgebiet Haukadalur auf uns. Alle paar Minuten schießt er eine gewaltige Wassersäule in den Himmel – ein Spektakel, bei dem man die Kamera immer bereit halten sollte!
Zum Abschluss des Tages besuchten wir das moderne Lava Center in Hvolsvöllur. Hier haben wir hautnah erlebt, wie die vulkanischen Aktivitäten die Insel geformt haben und bis heute prägen.
Tag 2: Wasserfälle und das ewige Eis
Der nächste Morgen führte uns zum Seljalandsfoss. Das Besondere? Man kann hinter den Wasserfall gehen! Das Donnern des Wassers im Rücken zu spüren, ist ein Gänsehaut-Moment. Danach besuchten wir den Skógafoss, der für mich einer der fotogensten Wasserfälle Islands ist.
Das absolute Highlight war jedoch der Vatnajökull, Europas größter Gletscher. An der Gletscherlagune Jökulsárlón trieben unzählige hellblaue Eisberge majestätisch im Wasser. Meine persönliche Empfehlung: Eine Bootstour zwischen den Eisbergen. Es ist atemberaubend still, nur unterbrochen vom Knacken des uralten Eises.
Tag 3: Die einsamen Ostfjorde und geothermale Entspannung
Wir besuchten das charmante Fischerdorf Höfn am Fuße des Gletschers. Der Hafen ist der älteste in den Ostfjorden und es ist faszinierend zu sehen, wie die Bewohner auch heute noch täglich in See stechen. Über kurvenreiche Küstenstraßen ging es weiter nach Egilsstaðir, dem Herzen Ostislands.
Nach den vielen Eindrücken stand Wellness auf dem Programm: Die Vök Baths. Diese geothermalen Hot Pots schwimmen direkt auf dem See Urriðavatn. Im warmen Wasser zu liegen, während die kühle isländische Luft um die Nase weht – das ist Entspannung pur!
Tag 4: Mondlandschaften und die Götter
Heute wurde es gewaltig: Wir besuchten den Dettifoss, den mächtigsten Wasserfall Europas. Die schiere Kraft der Wassermassen ist unbeschreiblich. Danach fühlten wir uns wie auf dem Mars, als wir durch das Hochtemperaturgebiet Námaskarð mit seinen brodelnden Schlammquellen wanderten.
Am Myvatn-See entdeckten wir die bizarren Felsformationen von Dimmuborgir und die markanten Pseudokrater bei Skútustaðir. Bevor der Tag endete, hielten wir am Goðafoss, dem „Götterwasserfall“. Die Sage erzählt, dass der Gesetzessprecher Þorgeir um das Jahr 1000 seine heidnischen Götterbilder in die Fluten warf, als Island das Christentum annahm. Ein Ort voller Mystik!
Tag 5: Isländer-Pferde und weite Ebenen
Ein Besuch auf dem Pferdehof Lýtingsstaðir am Skagafjörður zeigte uns die gutmütigen Islandpferde. Wusstest du, dass sie eine ganz eigene Gangart haben, den Tölt?
Unsere Fahrt führte uns weiter durch die Region Hunavatnssýsla und über die Hochebene Holtavörðuheiði in das Borgarfjörðurgebiet. Wer noch Energie hatte, konnte den erloschenen Krater Grábrók besteigen und die Aussicht über die Lavafelder genießen, bevor wir zurück nach Reykjavík kehrten.
Tag 6: Reykjavík – Die bunte Metropole
Der letzte Tag gehörte der Hauptstadt. Die beeindruckende Kirche Hallgrímskirkja ist ein Muss, ebenso wie das Perlan mit seinem fantastischen Rundumblick. Modern und gläsern präsentiert sich das Konzerthaus Harpa am Hafen. Ein perfekter Ort, um die Reise Revue passieren zu lassen.
Nancys Tipp: Wenn du in Reykjavík bist, probiere unbedingt eine der lokalen Fischsuppen in den kleinen Restaurants am Hafen – ein echter Genuss nach der frischen Seeluft! Auf eine Walbeobachtung kannst du machen. Wir haben leider lediglich ein paar Rückenflossen gesehen!



