Schon die Anreise nach Bhutan ist ein Erlebnis für sich! Von Kathmandu aus startete unser Panoramaflug, der uns direkt über die schneebedeckten Giganten des Himalayas führte. Was für ein Anblick! Der Mt. Everest zeigte sich in seiner vollen Pracht – ein wirklich atemberaubender Start in dieses besondere Abenteuer.
Als wir uns dem Paro-Tal näherten, offenbarte sich eine Landschaft von unglaublicher Schönheit: grüne Felder, traditionelle Häuser und majestätische Festungen, die sich an die Berghänge schmiegen.
Der Paro Dzong: Ein Meisterwerk bhutanischer Architektur
In Paro angekommen, stand gleich ein echtes Highlight auf dem Programm: der Paro Dzong, auch bekannt als Rinpung Dzong. Ein Dzong ist weit mehr als nur eine Festung – er ist eine Kombination aus Kloster, Burg und dem Sitz der lokalen Verwaltung. Dieses beeindruckende Bauwerk gilt als eines der schönsten Beispiele bhutanischer Architektur und ist ein wahrer Augenschmaus mit seinen kunstvoll bemalten Holzarbeiten und den hohen, weiß getünchten Mauern. Beim Betreten fühlt man sich sofort in eine andere Zeit versetzt, umgeben von Geschichte und Spiritualität.
Nach der Besichtigung des Paro Dzongs führte uns die Reise weiter nach Thimphu, der Hauptstadt Bhutans, die malerisch auf 2.320 Metern Höhe liegt. Die Fahrt dorthin war schon ein Genuss, mit immer neuen Ausblicken auf die Bergwelt.
In Thimphu angekommen, machten wir uns auf zu einer wunderschönen Wanderung zum Wangdue Tse Temple. Von hier aus genossen wir einen fantastischen Blick über das gesamte Thimphu-Tal. Die frische Bergluft und die friedliche Atmosphäre machten diese kleine Wanderung zu einem perfekten Start, um die Umgebung kennenzulernen.
Um tiefer in die Kultur Bhutans einzutauchen, besuchten wir das National Folk Heritage Museum. Hier bekamen wir einen faszinierenden Einblick in die ländliche Lebensweise, die traditionelle Kunst und die reiche Geschichte des Landes. Besonders beeindruckend fand ich, wie lebendig die Traditionen hier noch sind.
Unsere Tour führte uns weiter zu einer traditionellen Klosterschule, wo wir die jungen Mönche beim Lernen beobachten konnten – eine sehr berührende Erfahrung. Anschließend ging es zum Kuenselphodrang, besser bekannt als Buddha Point, auf 2.600 Metern Höhe. Hier thront eine gigantische, goldene Buddha-Statue, die über das Thimphu-Tal wacht. Der Ausblick von hier oben ist einfach spektakulär und die Statue selbst strahlt eine unglaubliche Ruhe aus.
Am nächsten Tag verließen wir Thimphu und machten uns auf den Weg nach Punakha. Die Fahrt führte uns über den malerischen Dochu-La-Pass auf 3.100 Metern Höhe, von dem aus man bei klarer Sicht ein beeindruckendes 360-Grad-Panorama auf die östlichen Himalaya-Gipfel hat. Eine wirklich majestätische Kulisse, die zum Innehalten einlädt. Auch das Punakha Festival ist erlebenswert.
In Punakha besichtigten wir den imposanten Punakha Dzong, der vor über 400 Jahren erbaut wurde. Er ist bekannt als einer der schönsten Dzongs Bhutans und liegt spektakulär am Zusammenfluss zweier Flüsse, des Mo Chhu (Mutterfluss) und des Pho Chhu (Vaterfluss). Die filigranen Holzarbeiten und die beeindruckende Architektur sind einfach unvergesslich.
Ein ganz besonderes Erlebnis war der Besuch in einem Bauernhaus in Kabesa. Dort wurden wir mit typisch bhutanischen Gerichten verwöhnt. Der berühmte Ema Datshi (Chilikäse) ist ein Muss für jeden Besucher – herrlich scharf und unglaublich lecker! Ich habe auch die Momos wiederentdeckt, die ich schon aus Nepal kannte und liebe.
Nach dem Essen durften wir uns im Bogenschießen versuchen, dem Nationalsport der Bhutaner. Gar nicht so einfach, einen Pfeil ins Ziel zu bringen, aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht und uns der lokalen Kultur noch nähergebracht.
Am folgenden Tag kehrten wir nach Paro zurück und unternahmen eine kurze Wanderung zum Chime Lhakhang, dem Fruchtbarkeitstempel. Dieser charmante Tempel ist bekannt für seine ungewöhnliche Geschichte und die vielen Geschichten von Paaren, die hier ihren Kinderwunsch erfüllt sahen. Es ist ein sehr friedlicher und inspirierender Ort.
Der Höhepunkt unserer Reise war zweifellos der Besuch des Taktsang Klosters, besser bekannt als das Tiger’s Nest. Dieses legendäre Kloster klebt wie ein Adlernest an einer steilen Felswand auf 3.150 Metern Höhe und ist der heiligste Ort für die Bhutaner. Die Wanderung dorthin ist anspruchsvoll, aber jeder Schritt lohnt sich angesichts der unglaublichen Aussichten und der spirituellen Energie dieses Ortes.
Im Kloster selbst herrscht eine ganz besondere, fast mystische Atmosphäre. Hier ist das Fotografieren nicht erlaubt, und man muss die Schuhe ausziehen, was die Ehrfurcht und den Respekt vor diesem heiligen Ort noch verstärkt. Es ist ein Ort der inneren Einkehr und Besinnung, den man einfach selbst erlebt haben muss.
Nancys persönlicher Tipp: Plane für das Tiger’s Nest unbedingt einen ganzen Tag ein und starte früh. Und vergesse nicht, genügend Wasser und Snacks mitzunehmen! Die Aussicht ist jede Anstrengung wert.

Bhutan, geheimnisvolles Königreich im Himalaja... Aus purer Abenteuerlust beschließt die Kanadierin Jamie Zeppa als 25jährige, für zwei Jahre nach Bhutan zu gehen, um dort zu unterrichten. Sie begegnet einer vom Tourismus noch unberührten Welt, erlebt die großartige Schönheit der Natur und erliegt zunehmend dem Reiz dieses einzigartigen Landes. Die tiefe Zuneigung zu den einheimischen Kindern und ihre Liebe zu dem Bhutaner Tshewang führen schließlich dazu, daß sie für immer bleiben will – gegen alle Widerstände ... Acht Jahre nach der Geburt ihres Sohnes Pema Dorij legt Jamie Zeppa jetzt die aktualisierte und mit Farbfotos bebilderte Neuausgabe ihres Buchs vor: die spannende Chronik einer starken jungen Frau und das bewegende Zeugnis einer großen Liebe zwischen den Kulturen.
10,95 EUR
Für die Einreise nach Bhutan benötigen deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ein Visum, das vorab online beantragt werden muss.
Wichtig ist die sogenannte Sustainable Development Fee (SDF): Aktuell beträgt diese Tourismusabgabe 100 USD pro Person/Nacht (für Kinder von 6 bis 12 Jahren 50 USD).
Diese Gebühr fließt direkt in den Umweltschutz und soziale Projekte des Landes.
Bhutan ist das ganze Jahr über eine Reise wert, aber es gibt zwei ideale Zeitfenster:
Besondere Pflichtimpfungen sind für die direkte Einreise aus Europa nicht vorgeschrieben. Empfohlen werden jedoch die Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie, Polio) sowie Hepatitis A.
Aufgrund der Höhe (über 3.000m beim Tiger’s Nest) solltest du es in den ersten Tagen ruhig angehen lassen, um dich an die dünnere Luft zu gewöhnen.
Die Landeswährung ist der Ngultrum (BTN), der 1:1 an die Indische Rupie gekoppelt ist. In größeren Städten wie Thimphu und Paro kannst du in Hotels und größeren Geschäften mit Kreditkarte zahlen, für Märkte und ländliche Gebiete ist Bargeld jedoch unerlässlich.
Damit du für die Wanderungen und Tempelbesuche perfekt vorbereitet bist!
Die UV-Strahlung im Himalaya ist sehr stark. Denke an: Sonnenschutz (hoher LSF), Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung. Packe zudem Pflaster für Blasen und ein Mittel gegen leichte Höhenkrankheit ein.
„In Bhutan sagt man: Hinterlasse nichts außer Fußspuren und nimm nichts mit außer Eindrücken.“

24.95€

Bhutan bezaubert: Gefangen von ihrer ersten Reise durch das Königreich im Himalaja, zieht die Amerikanerin Linda Leaming als Englischlehrerin in das »Land des Donnerdrachen« – wo das Bruttosozialglück wichtiger ist als das Bruttosozialprodukt und wo man im nächsten Leben nachholt, wozu man in diesem nicht gekommen ist. Humorvoll erzählt sie, wie sie die Amtssprache Dzongkha lernt, in die buddhistische Lebenswelt hineinfindet und schließlich den bhutanischen Künstler Namgay heiratet. Ein warmherziges Porträt eines exotischen Landes, in dem Schweigen ein gutes Gespräch bestimmt, man die Hand zum Flirten in die Gewandfalte legt und Nächstenliebe selbstverständlich ist.
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Persönlich und gesellschaftlich Glücks-Kompetenz entwickeln durch den „Glücks-Standard“ der glücklichsten Nation der Welt.
Doch gibt es denn so etwas wie einen Glücks-Standard? Was zeichnet glückliche Menschen aus? Ha Vinh Tho war in Bhutan viele Jahre zuständig für die Umsetzung des sog. „Bruttonational-Glücks“. Bhutan ist nämlich der einzige Staat auf der Welt, der das „Glück“ seiner Bürger nicht am Bruttoinnlandsprodukt misst. Im dortigen „Glücks-Ministerium“ zählen andere Qualitäten. Jetzt können wir mit Ha Vinh Tho Selbstreflexion und Achtsamkeit, Sozialkompetenzen für ein liebevolles Miteinander und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur entwickeln, um ein sinnvolles und freudvolles Leben zu führen. Der Glücks-Standard bietet hier tiefe Einsichten und jede Menge Übungen zur Umsetzung sowohl auf der persönlichen Ebene als auch in Unternehmen und Schulen. Das Thema "Achtsamkeit" wird in diesem mit vielen interessanten und nützlichen Sachinformationen angereicherten Ratgeber auf eine neue und authentische Weise umgesetzt. Er hilft zu einer wirklich nachhaltigen Klärung des eigenen Lebens und zu einer Haltung, bei der man auch im modernen Alltag glücklich sein kann.
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