Dublin – Wo die Geschichten beginnen
Unsere Reise startete in Dublin. Die Stadt atmet Literatur! Wir besuchten die beeindruckende St. Patrick’s Cathedral und die versteckte Perle Marsh’s Library, in der man auch Bücher mit Einschußloch bewundern kann. Ein Muss für jeden Fan der grünen Insel ist das Trinity College, um das berühmte Book of Kells zu bewundern. Dafür sollte man sich jedoch rechtzeitig ein Ticket sichern. Wusstest du, dass Oscar Wilde heute noch als Statue in einem Park gegenüber seiner ehemaligen Wohnung über seine Stadt wacht? Ein toller Fotospot!
Mystik, Hexen und königliche Felsen
Am zweiten Tag ließen wir den Trubel der Stadt hinter uns. In Glendalough, einer der berühmtesten Klostersiedlungen Irlands, spürt man förmlich den Geist der alten Mönche. Danach ging es weiter ins mittelalterliche Kilkenny. Hier erfuhren wir die schaurige Geschichte von Alice de Kyteler, die einst als Hexe verurteilt wurde. Den krönenden Abschluss des Tages bildete der majestätische Rock of Cashel – ein Ort, der über der Landschaft thront wie kein anderer.
Gärten, Boote und der Zauber des Westens
Der Süden zeigte sich von seiner prachtvollen Seite: Bantry House mit seinen terrassierten Gärten und eine Bootsfahrt zur Blumeninsel Garnish Island waren wie Balsam für die Seele. Am Bantry House ist übrigens auch ein kleines Café wo man entspannt mit Blick auf den See eine Pause einlegen kann. In Killarney angekommen, wartete am nächsten Tag der legendäre Ring of Kerry auf uns. In Waterville grüßten wir die Statue von Charlie Chaplin, bevor wir über Sneem zu den Muckross Gärten weiterzogen. Ein Highlight war die Bootsfahrt zum Ross Castle, dem alten Stammsitz des O’Donoghue Clans.
Nancys Tipp: Abends in Killarney müsst ihr unbedingt eine Show der Celtic Steps besuchen. Die Energie des irischen Stepptanzes ist so ansteckend, man möchte am liebsten selbst mitmachen!
Zwischen Schafen, Steinen und Weltklasse-Klippen
Der nächste Tag startete tierisch mit einer Schäfershow – unglaublich, wie geschickt die Hütehunde arbeiten! Danach tauchten wir tief in die Vergangenheit ein: Das Gallarus Oratory ist fast 1000 Jahre alt. An der Kilmalkedar Kirche gibt es eine lustige Legende: Wer durch das schmalste Fenster passt, soll dem Paradies ein Stück näher sein. Ob ich es geschafft habe? Das bleibt mein Geheimnis!
Dann erreichten wir die gewaltigen Cliffs of Moher. Dort erlebten wir einen Gänsehaut-Moment: Die Harfenistin Tina Mulrooney spielte für uns vor der Kulisse der tosenden Wellen. Über das Doorty Kreuz und den Poulnabrone Dolmen (Irlands ältestes Megalithmonument!) ging es nach Galway, wo wir den Tag stilecht im Pub ausklingen ließen.
Connemara und der Weg in den Norden
Wild und ungezähmt präsentierte sich die Connemara. Nach einem Besuch der märchenhaften Kylemore Abbey trafen wir Martin, einen wettergegerbten Iren. Bei einem Irish Coffee zeigte er uns die alte Tradition des Torfstechens – ein echtes Stück irisches Erbe!
Unsere Route führte uns weiter zur Ross Errilly Friary und zur Royal Abbey of Cong. Wir besuchten das Grab des Dichters W.B. Yeats in Drumcliff und fuhren am Schloss von Louis Mountbatten vorbei, bevor wir in Donegal entspannen konnten. Ein absolutes Naturwunder wartete am nächsten Tag: Die Slieve League Klippen – sie sind noch höher als die Cliffs of Moher!
Nordirland – Geschichte zum Anfassen
In Derry (Londonderry) lernten wir viel über die bewegte Geschichte. In der St. Columb’s Kathedrale sahen wir die berühmte “Luftpost-Kanonenkugel”, die ein Friedensangebot enthielt. Eine Führung durch das Viertel Bogside mit Zeitzeugen gab uns tiefe Einblicke in den Nordirlandkonflikt.
Natürlich durfte der Giant’s Causeway (Damm der Riesen) nicht fehlen. Diese sechseckigen Basaltsäulen wirken, als hätten Riesen sie wirklich dort platziert. Auch das dramatisch gelegene Dunluce Castle war ein fantastischer Anblick.
Belfast und das Finale in Dublin
In Belfast beeindruckten uns die Universität, der botanische Garten und das moderne Titanic Museum. Die Fahrt entlang der Peace Line erinnerte uns an die jüngere Geschichte, bevor es über Newgrange und das Hochkreuz von Monasterboice zurück nach Dublin ging.
Zum Abschluss erkundete ich Dublin noch einmal auf eigene Faust. Das EPIC Museum über die irische Auswanderung und das Feenmuseum (man ist nie zu alt für Magie!) waren die perfekten Schlusspunkte dieser Reise.
Und noch ein echter Geheimtipp: Probiere die unterschiedlichen Eissorten bei Murphy’s! Mein Favorit ist Dingle Sea Salt und Himbeer Sorbet. Obwohl es sich auch lohnt Schokoladen Whiskey Eis zu probieren.
Irland hat mich mit seiner Mischung aus Melancholie, Lebensfreude und atemberaubender Natur tief berührt. Wenn du jetzt auch Lust bekommen hast, die grüne Insel zu entdecken, stehe ich dir gerne mit Rat und Tat zur Seite!
Möchtest du, dass ich dir eine ähnliche Route für deine nächste Reise zusammenstelle?



