Der Auftakt: Schienen, Kathedralen und ein Hauch von Grusel
Meine Reise begann ganz entspannt mit einer Zugfahrt von Nottingham nach Edinburgh. Es gibt kaum etwas Schöneres, als die Landschaft an sich vorbeiziehen zu sehen, während die Vorfreude steigt. In Edinburgh angekommen, traf ich auf meine Reisegruppe, mit der es am nächsten Tag direkt nach Glasgow ging.
Glasgow hat mich überrascht! Wir besuchten die beeindruckende Necropolis – einen viktorianischen Friedhof, der über der Stadt thront. Danach ging es zur imposanten St. Mungo’s Cathedral und zum prächtigen Rathaus am George Square. Ein echtes Highlight war das Kelvingrove Art Gallery and Museum. Mein Tipp: Nimm dir Zeit für die Architektur des Gebäudes selbst, sie ist atemberaubend! Zum Abschluss des Tages genossen wir die Ruhe am legendären Loch Lomond.
Inselmagie und die höchsten Gipfel
Am nächsten Tag hieß es: “Leinen los!” Mit der Fähre setzten wir nach Mull und weiter zur heiligen Insel Iona über. Wusstest du, dass hier das berühmte Book of Kells geschrieben wurde? Das Original liegt zwar in Dublin, aber im Museum auf Iona konnten wir eine detailgetreue Kopie bewundern. Die Stille auf dieser Insel ist fast greifbar.
Weiter ging die Fahrt vorbei am majestätischen Ben Nevis. Mit etwa 1.345 Metern ist er der höchste Berg Großbritanniens – ein wahrer Riese! Unser Ziel war jedoch das geheimnisvolle Loch Ness in der Nähe von Inverness. Auch wenn sich “Nessie” nicht blicken ließ, war der Anblick der Ruinen von Urquhart Castle direkt am Ufer einfach spektakulär.
Burgen, Ruinen und das “flüssige Gold”
Was wäre Schottland ohne seinen Whisky? Wir besuchten die Glenfiddich Destillerie nahe Balvenie Castle. Der Duft von Malz und Eichenfässern gehört einfach dazu! Nach einer Stärkung im charmanten Städtchen Elgin besichtigten wir die Ruinen der dortigen Kathedrale – einst als “Leuchte des Nordens” bekannt. Auch Huntly Castle stand auf unserem Plan, eine Ruine, die von der bewegten Geschichte der schottischen Clans erzählt.
Besonders beeindruckt hat mich Dunnottar Castle. Die Festung liegt dramatisch auf einer Klippe über der Nordsee. Hier wurden einst die schottischen Kronjuwelen vor Cromwell versteckt! Den Tag rundeten wir mit einem Besuch der Arbikie Destillerie, einem Fotostopp an der berühmten Forth Railway Bridge und einer Besichtigung des alles überragenden Edinburgh Castle ab.
Edinburgh auf eigene Faust: Genuss und Geschichte
Nachdem die Gruppenreise endete, erkundete ich Edinburgh im eigenen Tempo. Hier sind meine persönlichen Empfehlungen für dich:
- Grassmarket & Greyfriars Kirkyard: Geschichte zum Anfassen (und ein wenig Gänsehaut).
- Elephant House Cafe: Ein Muss für Harry-Potter-Fans!
- Dean Village: Eine Oase der Ruhe mitten in der Stadt.
- Käse- & Schokoladentour: Ich habe eine geführte Käsetour gemacht und später im Chocolatarium sogar meine eigene Schokolade hergestellt. Ein süßer Traum!
Natürlich durfte der Holyrood Palast samt Garten und der königlichen Galerie nicht fehlen. Ein absolutes Muss für Geschichtsnerds ist zudem The Real Mary King’s Close – eine unterirdische Tour durch die verborgenen Gassen der Altstadt.
Auf den Spuren von Sassenach: Die Outlander-Tour
Für mich als Fan war der letzte Tag das absolute Highlight: Eine Tour zu den Outlander-Drehorten!
- Culross: Das Dorf dient in der Serie als Cranesmuir.
- Blackness Castle: Das düstere Hauptquartier von Black Jack Randall.
- Midhope Castle: Besser bekannt als Lallybroch, der Familiensitz der Frasers. Ein Gänsehautmoment!
- Linlithgow Palace: Geburtsort von Maria Stuart und Drehort für das Wentworth Gefängnis.
- Doune Castle: In der Serie bekannt als Castle Leoch, der Sitz des MacKenzie-Clans.
Schottland hat mein Herz im Sturm erobert. Die Mischung aus rauer Natur, tief verwurzelter Geschichte und der Herzlichkeit der Menschen ist einzigartig.
“Egal ob du wegen der Schlösser, des Whiskys oder Jamie Fraser kommst – Schottland lässt dich nicht mehr los.”





