Vientiane: Eine Hauptstadt mit Charme
Meine Reise begann in Vientiane. Wer hier Hektik erwartet, wird enttäuscht – und das ist das Beste daran! Mein erster Stopp war der Wat Si Sakret, der älteste Tempel der Stadt. Die Tausenden von kleinen Buddha-Statuen in den Mauern strahlen eine unglaubliche Ruhe aus.
Ein absolutes Muss ist der Patuxai, der Triumphbogen von Vientiane. Von oben hast du einen fantastischen Blick über die Stadt. Weiter ging es zum Wahrzeichen des Landes: dem goldenen Pha That Luang. Wenn die Sonne auf die goldene Stupa trifft, blendet es fast – ein majestätischer Anblick! Den Tag rundete ich mit Besuchen beim Wat That Khao und dem lebendigen Vat Simuang ab, wo man oft Einheimische bei ihren Segnungen beobachten kann.
Nancys Tipp: Im Vat Simuang herrscht eine ganz besondere Energie. Beobachte die Menschen dabei, wie sie ihre Opfergaben bringen – es ist der perfekte Ort, um den laotischen Buddhismus authentisch zu erleben.
Mit dem Zug ins Herz der Kultur: Luang Prabang
Am nächsten Tag hieß es: Einsteigen bitte! Mit dem modernen Zug ging es rasend schnell nach Luang Prabang. Diese Stadt ist pure Magie. Eine Bootsfahrt auf dem Mekong gehört hier einfach dazu – das sanfte Schaukeln und die grüne Landschaft sind Balsam für die Seele. Danach besuchte ich den Wat Xieng Thong, dessen Mosaike am „Baum des Lebens“ mich stundenlang fasziniert haben.
Zum krönenden Abschluss des Tages stieg ich die Stufen zum Phousi Hill hinauf. Der Sonnenuntergang über dem Mekong und den Dächern der Stadt ist jede einzelne Stufe wert!
Rituale und das echte Leben auf dem Land
Früh aufstehen lohnt sich! Um 5:30 Uhr morgens beobachtete ich den Almosengang der Mönche. Die Stille und die orangefarbenen Roben in der Morgendämmerung sind ein Gänsehaut-Moment. Nachmittags wurde es aktiv: Auf einer Reisplantage durfte ich selbst Hand anlegen. Farming ist harte Arbeit, aber es gibt dir einen ganz neuen Respekt vor jedem Reiskorn auf deinem Teller.
Am nächsten Tag war Entspannung pur angesagt. Die Kuang Si Wasserfälle mit ihrem türkisblauen Wasser sind fast schon kitschig schön. Und weil ich die laotische Küche liebe, endete der Tag bei einem Kochkurs. Mein Geheimtipp: Laap – ein würziger Fleischsalat mit vielen Kräutern.
Ab in den Süden: Pakse und das Erbe der Khmer
Ein kurzer Flug brachte mich nach Pakse im Süden. Nach einer Besichtigung des Wat Luang am Flussufer wartete am nächsten Tag ein echtes Highlight: Wat Phou. Die Tempelanlage gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Achtung: Bei gut 30 Grad ohne Schatten auf dem Gelände kommt man ordentlich ins Schwitzen, aber die mystische Atmosphäre zwischen den alten Steinen lässt dich die Hitze fast vergessen.
Wasserfälle und magische Sonnenuntergänge
Die Reise führte mich weiter zur Insel Don Khon (4000 Inseln). Hier zeigen sich die Naturgewalten von ihrer beeindruckendsten Seite: Der Li Pi und der gigantische Khone Phapheng (der größte Wasserfall Südostasiens) sind atemberaubend laut und kraftvoll. Ich war jedoch in der Trockenzeit dort und daher nur halb so kraftvoll, aber dennoch sehenswert.
Den Abend verbrachte ich in einem kleinen Restaurant nahe der Lao Nippon Brücke. Mit einem kühlen Getränk in der Hand den Sonnenuntergang zu beobachten, während die Sonne den Himmel in Lila und Orange taucht – das ist pures Glück.
Der krönende Abschluss
Bevor es nach Hause ging, besuchte ich den Big Buddha beim Wat Phousalao, der schützend über Pakse wacht. Mein letzter Tag gehörte dem skurrilen, aber faszinierenden Buddha Park (Xieng Khuan) mit seinen unzähligen Statuen und dem Ho Phrakeo Museum, das einst den Smaragd-Buddha beherbergte.
Laos hat mich gelehrt, dass man nicht viel braucht, um glücklich zu sein – nur ein Lächeln, eine schöne Aussicht und vielleicht eine Schale Klebreis.



